40 Jahre Tschernnobyl

22.4. 26:  40 Jahre TschernoÄltere erinnern sich sehr gut an den 26. April 1986, als erste Meldungen über ein AKW- Unglück in der Ukraine zur Zeit der damaligen Sowjetunion. Auch heute 40-jährige kennen Geschichten von ihren damals, entweder noch schwangeren oder jungen Müttern. Man machte sich zu Recht große Sorgen. Eine radioaktive Wolke verbreitete sich in kurzer Zeit über weite Gebiete. Bei uns betraf esim bayerischen Wald und den Schwarzwald. Im Freien sollte nicht mehr gespielt werden, Solche Erinnerungen wurden auch beim Vortragsabend im Apotheken- Museum, wach. Von der damaligen Lage im unmittelbaren Bereich der Katastrophe berichteten Jörg Tauss, die Eheleute Doris und Günter Oßfeld und der ehemalige THW- Helfer, Bernd Zeh über damalige Hilfe nund Jilftransporte, Auf einer Karte konnte Tauss zeen, wie vor allem der nördliche Bereich von Tschernobyl in Belarus für Menschen teilweise unbewohnbar wurde. Es betraf ein Gebiet ungefähr von der Fläche Griechenlands. 300.000 Menschen mussten ihre Dörfer und Grundstücke verlassen und wurden umgesiedelt, Bei uns und in ganz Europa setzte eine große Welle der Hilfsbereitschaft ein. Dramatisch war vor allem die gesundheitliche Situation, Die Ausbreitung von Cäsium, das vor allem die Schilddrüse gefährdete und teilweise Krebs auslöste, erwies sich als großes Problem. Circa 20 % der Bevölkerung in Belarus hatte mit teilweise schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Cäsium hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren und ist daher noch nicht abgeklungen. Bedrückend waren Fotos aus der ersten Zeit der verlassenen Dörfer. Zeh berichtete über mehrere Hilfstransporte, an denen er für das THWbeteiligt war. Die Eheleute Oßfeld engagierten sich für Kinder-Erholung. Noch heute gibt es freundschaftliche Kontakte zu Familien,

11. 2. 2026 Maschinen, die Musik machen

Wie war das vor der Erfindung von Grammophon und 
moderner Schallplatte? Sina Hildebrand schilderte und erläuterte bei ihrem 
interessanten Vortragsabend im Gochsheimer Apothekenmuseum die Zeit, als 
Musik ganz ohne Strom auch von gestanzten Lochplatten, Stiftwalzen und 
Lochbändern kam, welche Apparate in fast allen Größen zum Erklingen 
brachten. Bekannt ist heute natürlich noch immer die Drehorgel, die bis in 
die 20iger Jahre des letzten Jahrhunderts hinein ihre größte Popularität 
erreichte. In den Berliner Hinterhöfen durfte aber nicht jeder spielen. Es 
wurde auf musikalische Qualität geachtet und es bedurfte sogar einer 
polizeilichen Aufführungsgenehmigung. Das wiederum sicherte eine 
einträgliche Verdienstquelle für jene, die eine entsprechende Erlaubnis 
erhielten. Vorläufer waren aber schon seit 500 vor Christus Glockenspiele 
und dann immer neu entwickelte Systeme und Spieldosen. Der Kreativität und 
handwerklichen Fertigkeiten waren keine Grenzen gesetzt. 1884 gab es erste 
Lochplatten, die Musik abspeicherten. Selbst Fotoalben oder zwitschernde 
mechanische Vögel brachte man zum Erklingen. Die vorgestellten Exponate 
waren durchweg faszinierend und unbekannt. Sie wurden von Frau Hildebrand 
spannend nahegebracht. Ein kultureller Abend mit vielen Neuigkeiten lohnte 
den Besuch.