Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Interessierte,

wir freuen uns sehr, Sie auf der Homepage unseres Vereins „Alte Stadt-Apotheke Gochsheim - Museum & Kultur e.V“ (APO) begrüßen zu dürfen.

Wir betreiben in Kraichtal- Gochsheim gemeinnützig ein kleines Apothekenmuseum  in der angemieteten ehemaligen Stadtapotheke. Es wurden in diesem Zuge auch Räumlichkeiten für kulturelle Zwecke geschaffen.

Am 12. November 2022 gab es die offizielle Eröffnung und am darauffolgenden Sonntag dem 13. stellten wir unser Projekt der Öffentlichkeit an einem „Nachmittag der offenen Tür" vor. Die Apotheke erstrahlte wieder in neuem Glanz. Wir waren überwältigt, wie viele Interessierte unserer Einladung folgten. Das macht Mut für die Zukunft. Auch die Presse berichtete sehr freundlich. Natürlich werden wir hier auch noch einige  Impressionen aus der gelungenen Eröffnung vermitteln. Auch der Erfolg der Schlossweihnacht am 26. und 27. 11. hat uns überwältigt.  Wir kamen auch hier kaum mit dem Erzählen nach.

Lange Zeit 2022 war das Erdgeschoss, wie das ganze denkmalgeschützte Haus, Teil des ehemaligen „Mentzinger Hofs“, bis zur Eröffnung noch eine große staubige Baustelle. Aber unter dem Schutt und den hässlichen alten Linoleumböden ließen sich bald die schönen ursprünglichen Holzdielen und das Fachwerk erkennen. Sie sind jetzt nach vielen Jahrzehnten wieder sichtbar freigelegt und Teil der Historie unseres Museums.

Wie sagte Frau Pfründer, Bürgermeisterin von Sulzfeld und  Vorsitzende der Kraichgau - Förderung „LEADER“ ? Es ist „wunderschön“ geworden. Dann schnauften wir in Hinblick auf die  Museumsssaison   2023 erstmal durch… Ach so:  Bei KraichgauTV drehten sie auch einen netten Film über unser Projekt. Den finden Sie natürlich auch hier auf unserer Seite. Viel Spaß. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für das Team von der Alten Stadt-Apotheke Gochsheim

Irmgard Tauss, Vorsitzende

PS: Terminvorschau:

Start der Museumssaison  war bei uns (wie in allen Gochsheimer Museen) am Sonntag, 5. Februar. Dann eröffnete auch wieder das Schlosscafé. Dann  immer Sonntags!

Unser Format "Mittwoch in der Apotheke" startet am Mittwoch, 8. 2. um 19.00 Uhr. Vorgestellt wird die steirische Harmonika. Neben Geschichten und Erläuterungen  von Karlheinz Leicht  gibt es natürlich auch Musik.

Auf weitere Veranstaltungen wird hier gesondert hingewiesen. Beachten Sie auch bitte die örtlichen Mitteilungsblätter.

 

 

 

Anstehende Veranstaltungen

Spuk und Geister in der Alten Stadt-Apotheke

Der Geist der Alten Stadt-Apotheke Gochsheim

Seit 340 Jahren spukt unser kleiner Geist in der Apotheke. Wer Glück hat, kann bei der einen oder anderen Veranstaltung auch ein paar seiner Geschichten und Erlebnisse von damals erfahren. Schließlich erfährt man als neugieriger Geselle einiges in dieser langen Zeit.
Dann lässt sich das eitle Wesen vielleicht sogar tagsüber fotografieren. Übrigens: Auch „Kräutermärchen“ kann er erzählen. Nicht nur für Kinder. Oder solche aus früheren Zeiten....

Kleine Apothekengeschichten:

… ein unglückliches Apothekerleben….

Apotheken waren von jeher auch Stätten der Versuchung für Menschen mit Drogenproblemen. Trotz strenger Kontrollen konnte nicht jeder widerstehen. So erging es auch Apotheker W., dem Sohn des Stadtpfarrers W. Er führte die Apotheke seit 1927, die damals im Besitz der Erben von Apotheker Greuel war. 1929 berichtete ein Zeuge dem Bezirksamt, dass W. schon 1923/4 aus seiner Gehilfenzeit in der Bruchsaler Stadtapotheke „Knall und Fall“ entlassen wurde. 

In Gochsheim „zeigten sich bei ihm die Wirkungen von Alkoholmißbrauch und Morphinismus“. Seine Geschäftsführung sei „bedenklich“, er gäbe andere als die im Rezept verordneten Medikamente aus und sei mehr im Wirtshaus als am Arbeitsplatz zu finden. Das trug ihm den Spitznamen „Adler-Apotheker“ ein. Apotheker W. wurde schließlich untragbar und der schon 65jährige Jakob Gieser übernahm die Apotheke.

(Generallandesarchiv Karlsruhe, 344-4269)

(für die „Eingeweihten“: Apotheker Heinrich Weiser war der Sohn vom Emil Weiser, Stadtpfarrer, der 1908 eine kurze Ortsgeschichte  verfasste. Was weiter mit ihm passiert, ist unklar. Er hatte aber eine in Mecklenburg verheiratete Geliebte, wie der Zeuge Dr. Leitz kritisch vermerkt, und könnte dorthin gegangen sein.)

Siegrid Gensichen, Heidelberg