Vortrag „Leben dauert bis zum Schluss“

Vortrag „Leben dauert bis zum Schluss“ am 22. 11. 

Passend zum „Trauermonat“ November war Peter Holzer von der Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung zum Vortrag  in der „Alten Stadt- Apotheke“ zu Gast. Seine Gruppe, deren Arbeit vorgestellt wurde, begleitet mit deren ehrenamtlichen Fachkräften schwer kranke Menschen und Sterbende an deren Lebensende. Die Begleitung entlastet dadurch auch Angehörige und findet zuhause, im Krankenhaus oder in einer stationären Pflege – Einrichtung statt. Hierzu finden auch praxisbegleitende Fortbildungen statt. Sie hilft auch bei der Begleitung trauernder Menschen mit deren schmerzlichen Verlusterfahrungen. Solche sind wirklichkeitsnah auch  in einem empfehlenswerten Buch derAutorin Gabriele von Arnim geschildert und niedergeschrieben. Deren Mann erlitt zwei Schlaganfälle, die ihn aus allem herauskatapultiert hatten, was das bisherige gemeinsame Leben ausgemacht hatte.  Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite, macht von Arnim ebenso unerwartet und plötzlich 10 Jahre lang zur Frau eines Kranken. Wie schafft man dann die Balance, in der Krankheit zu sein? Gabriele von Arnim beschreibt in ihrem literarischen Text, wie schmal der Grat zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht ist. Peter Holzer schaffte es mit seiner Lesung, diese Zwiespältigkeiten anhand des Buches sehr lebensnah darzustellen. «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand» ist eine fesselnde Erzählung, die Betroffenheit auslöst und die Problematik „Sterben“ unmittelbar auf den Punkt bringt. Barbara Burg dankte dem Referenten für diese gelungene Übermittlung des Themas, dem man gesellschaftlich sonst eher aus dem Weg geht und oft gehen will.  Foto: Privat Peter Holzer bei seiner Lesung.