Rund um die Gitarre

Gitarrenabend in der alten Stadtapotheke Gochsheim

Rund um die Gitarre drehte sich in der früheren Stadt- Apotheke im Juni ein Vortragsabend mit dem seit kurzem in Gochsheim ansässigen Gitarristen Jens Schmidt. Hochinteressant waren dessen Informationen zur Geschichte des populären Instruments (altgr. Khitara), die auch immer wieder mit musikalischen Beispielen unterlegt waren  Schon in frühen Höhlenmalereien kann man die Grundzüge einer Gitarre erkennen. Ein ursprünglich mit „Saiten“ versehener schlichter Bogen wurde im Laufe der Jahrtausende und Jahrhunderte mit einem Resonanzkörper ergänzt und verbessert, um den Ton zu verstärken. In der experimentierfreudigen Zeit der Renaissance wurde die Laute (von arabisch „Oud“, also Holz) zum prägenden Instrument ihrer Zeit, der viele musikalische und bautechnische innovative Weiterentwicklungen bis hin zu heutigen E-Gitarren folgten. Richtig revolutioniert wurde der Gitarrenbau dann um 1850 vom Spanier Antonio de Torres. Entsprechend berichtete Jens Schmidt vom „ewigen Kampf“ der Gitarristen und der Gitarrenbauer um die Lautstärke. Sie waren eben zu „leise“, um in früheren Orchestern vernehmbar zu sein und mit anderen Instrumenten „konkurrieren“ zu können. Doch mit der Elektrifizierung der Gitarre in der Zeit des Jazz, Swings und erst recht im „Rock ‚n’ Roll“ konnte sie sich ihre heutige bedeutende Rolle „erspielen“. Jens Schmidt belegte die spannende  historísche Entwicklung optisch mit einigen seiner mitgebrachten Gitarren, die er auch akustisch virtuos beherrscht. Und so durften selbstverständlich neben vielen anderen kurzen „Zitaten“ von Bachs „Bourrée bis Nat King Cole, Jimi Hendrix, Elvis und,  aktuell passend zur Zeit, auch Bob Dylans  „Blowin´ in the wind“ nicht fehlen. Den Abend beendete der Musiker und dessen Bruder Jochen am Keyboard mit einem improvisierten akustischen „Soundteppich“ im Stil von Pink Floyd, der die Anwesenden begeisterte. Noch lange gab es also viel abendlichen Gesprächsstoff, bei dem dJens Schmidt auch zahlreiche Fragen beantwortete. Einhellige Einschätzung: Wer nicht in der „Apotheke“ vor Ort war, hatte mit diesem Abend

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